HILFSMITTEL

Willkommen auf dem Webauftritt des Cevi Regionalverband Zürich Schaffhausen Glarus (RV Region ZH - SH - GL) - Website of the YMCA/YWCA in Zurich, Schaffhausen and Glarus. ( D i e s e r T e x t i s t n i c h t s i c h t b a r , s o r g t a b e r f ü r d i e k o r r e k t e B r e i t e d e s L a y o u t s . )


Mannschaftsspiele im Gelände

von Daniel Widmer v/o Glimmer Es genügt ein kleiner Ball und eine Wiese, damit alle Jungs meiner Stufe mit Freude und Einsatz ein Fussballspiel beginnen. Ich staune immer wieder, dass sie mit so wenig zufrieden sind. Wenn wir im Wald sind, ist „Schiitliverbannis“ein Riesenhit, auch wenn sie sich lieber verstecken als suchen. Irgendwann werden diese Spiele aber sicher langweilig, weil sie im Grunde immer gleich verlaufen. Besonders beim Fussball werden die Einen immer die Besseren sein und die Anderen haben immer das Nachsehen. Durch Variation der Spielgeräte und Regeln kann dem leicht abgeholfen werden. Ideen:
  • Schiessen darf man nur mit dem linken Fuss.
  • Damit ein Tor zählt, müssen sich alle Spieler dieser Mannschaft in der gegnerischen. Spielfeldhälfte befinden (damit sich auch der Torhüter bewegen muss).
  • Statt auf dem ebenen Rasen oder dem Platz wird im Wald oder an einem Hang gespielt.
  • Der Ball wird durch etwas anderes ersetzt: Ballon, Rugby-Ei, Tennisball, mit Klebband umwickelter Zeitungspapierknäuel.
Fast alle Mannschaftssportarten lassen sich in dieser Weise abändern und dadurch interessanter gestalten.

Unihockey

Fürs Unihockey im Wald haben alle Spieler drei Minuten Zeit, sich einen Schläger (gekrümmter Ast) zu suchen oder selber zusammenzubauen (evtl. Möglichkeit den Kreisbund zu üben). Die Tore werden mit Rucksäcken markiert und gespielt wird mit einem Tennisball oder einer Konservendose. Tore kann man von beiden Seite schiessen. Mit den Füssen darf man den Ball nur stoppen, nicht wegspielen.

Handball

Handball wird zu „Pyramidenball“: Wie beim Unihockey wird im Wald ohne Spielfeldbegrenzung gespielt. Es gibt eine Wurflinie (mind. 10 m lang) zwischen zwei Bäumen, markiert mit ausgelegten Seilen oder Markierband. 5 m dahinter steht eine etwa 1 m hohe Stecken-Pyramide, die es mit dem Ball umzuwerfen gilt. Es gelten einfache Handballregeln; für den Torschuss muss der Spieler von der Wurflinie aus werfen und darf diese nicht übertreten.

Volleyball

Um Volleyball zu spielen, braucht es kein Netz. Ein zwischen zwei Bäumen gespanntes Seil, evtl. mit daran geknüpften Tüchern oder Jacken genügt. Anstelle eines Volleyballs ist ein Indiaca ein guter Ersatz. Spannend ist es, wenn nicht nur ein Seil, sondern eine ganze Blachenwand die beiden Spielhälften trennt.

Mattenlauf & Kickball

Wenn man im Wald eine Variante von Mattenlauf oder Kickball spielt, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Laufstrecke keine Tücken (grosse Wurzeln, Löcher u.ä.) aufweist. Am besten trennt man Fängerfeld, in den der Ball geworfen, geschlagen oder gekickt wird, vollständig von der Laufstrecke. Diese kann einfach um zwei Bäume verlaufen, wobei man die Anzahl Umrundungen zählt . Dabei kann es keine Abzüge oder Ausschlüsse geben und natürlich auch keinen Königslauf.

Basketball

Im Busch-Basketball improvisiert man Körbe aus Astgabeln an Bäumen oder irgendwelchen festgebundenen Gefässen (Harassen, Kochkessel, Plastiksäcke, offene Rucksäcke etc.) an Bäumen oder Kletterstangen. Wenn ein richtiger Basketball vorhanden ist, kann man auf hartem Belag normal, d.h. prellend spielen. Mit einem Ballersatz oder auf weichem Boden darf man mit dem Ball nicht laufen. Alleine durch Abgeben wird er durchs Spielfeld bewegt, wobei es zu keinem Körperkontakt kommt.

Völkerball

Fast unendlich sind die Abänderungsmöglichkeiten für Völkerball. Es gibt schon viele Varianten und je nach Material und Fantasie kann man leicht eine neue entwickeln. Hier nur eine kleine Auswahl an Ideen: man darf nicht sprechen; wenn jemand den Ball vom Gegner fängt, gilt der Werfer als abgeschossen; wer aus der „Choli“ jemanden abschiesst, darf zurück ins Feld; Kegelvölk mit halbvollen PET-Flaschen. Das Spielfeld markiert man mit einem Seil oder mit Rucksäcken an den Ecken. Wichtig ist hier, dass der verwendete Ball(-Ersatz) nicht zu hart ist. Die Regeln müssen klar abgemacht werden, weil sicher jeder eine andere Variante kennt.

Kricket

Soviel als Gedankenanstösse zum Abändern und interessanteren Gestalten von Mannschaftssportarten. Und wenn es etwas ruhiger zugehen soll und jeder für sich spielen will, hier ein Vorschlag für Kricket im Gelände. Gemeinsam gestalten alle Mitmachenden den zu bestreitenden Parcours: Tore aus Astgabeln, Tunnels aus Büchsen oder Baumrinde, Slalom um eingesteckte Zweige oder Steine etc. Auch der Untergrund ist wesentlich: Kiesweg, Naturpfad, Wiese, Waldboden, Laubschicht, Wurzeln, auf und ab, ... Zum Spielen markiert sich jeder seinen Tennisball und sucht sich einen geeigneten Schläger aus Holz (oder bastelt ihn). Gewonnen hat, wer den Parcours mit den wenigsten Schlägen absolviert, wobei reihum gespielt wird.

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