HILFSMITTEL

Willkommen auf dem Webauftritt des Cevi Regionalverband Zürich Schaffhausen Glarus (RV Region ZH - SH - GL) - Website of the YMCA/YWCA in Zurich, Schaffhausen and Glarus. ( D i e s e r T e x t i s t n i c h t s i c h t b a r , s o r g t a b e r f ü r d i e k o r r e k t e B r e i t e d e s L a y o u t s . )


Waldsauna

An einem kalten, regnerischen Samstag Ende November folgt ein Programm, das jedes Jahr dazugehört: eine Wald-Sauna! Die eine Hälfte unserer Helden versucht verzweifelt mit dem nassen Holz ein Feuer zu machen, während die andere ein kleines Zelt aufbaut, das mit einer grossen Plastikblache überdeckt wird. Für was das alles? Das fragen sich auch jene ein wenig verzagt und lustlos, die noch nie eine Wald-Sauna erlebt haben. Doch schliesslich sitzen auch die Zweifler schlotternd in den Badehosen im dunklen Zelt. Und dann bringen die Leiter die heissen Steine aus dem Feuer. Als alle Lücken geschlossen sind, wird vorsichtig Wasser über die Steine gegossen und die düstere Kammer füllt sich mit heissem Dampf. Und es wird heiss! So heiss, dass allen der Schweiss in Strömen fliesst. Mit Duftstoffen wird eine regelrechte Wellness-Atmosphäre geschaffen. Wenn nur die Füsse nicht auf dem mit Tannennadeln und Waldboden bedeckt wären!Dann heisst es: „Alle raus und in den Bach!“ Und plötzlich sind einige Helden gar keine Helden mehr und ziehen es vor in der warmen Hütte zu bleiben und auf die nächste Portion Steine zu warten.


Nichts für Warmduscher, aber für solche denen es gerne kalt und heiss den Rücken runterperlt! Eine Outdoor - Sauna ist eine Programmidee für einen Samstagnachmittag oder einen Lagerwahlfach. Am eindruckvollsten ist die Sauna sicher im Winter, wenn man sich nach dem Schwitzgang eine abkühlende Schneeballschlacht liefern kann. Aber abgesehen von diesem Vergnügen ist die Idee alljahrestauglich, solange eine wirkungsvolle Abkühlquelle wie z.B. ein Bach, See oder Bassin vorhanden ist.

Allgemeines

Zeitaufwand2-3 Stunden
Alterempfohlen ab 10 Jahren
Ortam besten einige Meter neben einem flachen Bach- oder Seeufer
MaterialKessel ( sehr alter Kochkessel oder Wanne, etc), Petflasche, Schaufel oder Spaten, Duftessenz, Wolldecken, Arbeitshandschuhe, Taschenlampe, grosse Plastikblache, Zeltmaterial für Berliner (Lagerbaubüechli, Elementeordner oder Kennen und Können) oder Würfelzelt.
Badehosen, Tüechli, Mütze und warme Kleider für danach.

Vorgehen

2 Stunden vor dem Programmbeginn am Saunaort ein grosses Feuer entfachen und ca. 20 grosse Steine ins Feuer legen. Mit den Teilnehmern ein Berliner- oder Würfelzelt in sicher Distanz zum Feuer bauen, was sich zudem dazu eignet eine Einführung in den Bau des Berliners zu machen. Nach Christo-Art das Saunazelt mit der Plastikblache umhüllen um den Kälte- resp. Dampfverlust zu verringern. Für das deponieren der Kleider ist es sinnvoll ein 2. Zelt aufzustellen. In der Mitte des Zeltbodens ein Loch einlassen um dort den Kessel mit den heissen Steinen zu deponieren. Wasser in einer Petflasche zum begiessen der Steine im Zelt deponieren.

Nach dem Aufstellen kann sich die Gruppe umziehen und es sich im Berliner "bequem" machen. Nach Erfahrungswerten passen locker 8 Jungs(11 jährig) und 3 Gruppenführer in den Berliner.

2 Gruppenleiter beigen dann mit der Schaufel die heissen Steine in die Metallwanne oder Kessel und transportieren ihn mit den Arbeitshandschuhen ins Zelt. Der Zelteingang wird dann geschlossen, aber nicht zugeknöpft!! Im Zelt ist es sehr dunkel, weshalb eine Taschenlampe sicher gute Dienste leistet.

Atmosphäre geniessen und mit Wasser und Duftessenzen die Sache zum Dampfen bringen. Nach spätestens 20 Minuten ist eine Abkühlung angesagt (wichtig!) im nahen Bach oder See. Es ist ein ziemlich einmaliges Gruppenerlebnis wenn sich die ganze Gruppe gleichzeitig nach Gruppenruf oder so ins kalte Wasser wirft und dann zurück ins Zelt strampelt. In der Zwischenzeit können die Leiter die 2. Ladung Steine ins Zelt bugsieren und so die Sauna für die nächste Runde startklar machen. Die Jungs (und Leiter) werden begeistert sein und es ist eine gute Idee, die Sauna zur alljährlichen Tradition zu erheben.

Sicherheitshinweise

  • die Steine sollten trocken sein, wenn sie ins Feuer gelegt werden
  • Es ist wichtig, dass sich die Jungs abkühlen, wenn sie aus der Sauna kommen
  • Jeder sollte die Sauna verlassen können, wenn es ihm zu heiss wird.
  • Warme Kleider für danach!!

Kleiner Erlebnisbericht der Stufe Levitikus aus Pfäffikon © Jahresbericht 2000 CEVI Pfäffikon, Autor Delta:



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